Freitag, 13. April 2012

Leukämie ist heilbar,

man muss sich nur in der Deutschen Knochenmarkspenderdatei registrieren. Und das ist eigentlich ziemlich einfach.
Dafür kann man entweder einen Registrier-Set auf der DKMS-Homepage anfordern *klick* oder aber zu einer Veranstaltung in seiner Nähe gehen.
Ich selbst werde am Sonntag den 15. April zu einer Veranstaltung im Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) gehen und mich dort registrieren lassen. Weitere Informationen dazu gibt es auf Facebook. Wer ebenfalls hingehen möchte (sich aber vielleicht alleine nicht traut) darf mich gerne unter frollein-schoko(at)gmx.de anschreiben :)

Das Prozedere zur Registrierung ist ziemlich einfach: es wird einem jediglich mit Hilfe eines Q-Tipp eine Speichelprobe entnommen und da werden dann später die Gewebmerkmale jedes Spenders analysiert. Um Spenden zu können müssen mindestens 10 Merkmale zwischen Spender und Patient übereinstimmen. Ist der Spender dann auch noch gesund, steht einer Transplantation nichts im Weg und man hat so die Möglichkeit ein Leben zu retten.
Allerdings ist die Chance tatsächlich zu spenden doch eher gering: bei höchsten fünf von 100 potenziellen Stammzellenspendern kommt es innerhalb der nächsten zehn Jahre zu einer Stammzellenspende.
Es gibt zwei Arten das Knochenmark zu spenden: Bei der einen bekommt man eine Vollnarkose und es wird in der Regel aus dem Beckenkamm mit Hilfe einer speziellen Nadel ca. 1 Liter Knochenmark-Blut-Gemisch entnommen. Bei dem Knochenmark-Blut-Gemisch werden die Stammzellen isoliert, gegebenenfalls gereinigt und später dem Patienten zugeführt. Meistens bleibt der Spender drei Tage im Krankenhaus, aber die Nebenwirkungen halten sich gering, häufig sind leichte Schmerzen und Bewegungseinschränkungen wie Muskelkater sowie Blaue Flecken an der Einstichstelle der Fall.
Und dann gibt es da noch die periphere Blutstammzellspende. Dem Spender wird eine Woche vor dem Eingriff ein Hormon gespritzt, welches bewirkt, dass die Stammzellen in das Blut übergehen. Wird das Blut dann gespendet, wird es anschließend so "bearbeitet", dass die Stammzellen herausgefiltert werden können und diese dann dem Patienten zugeführt werden.
Bei der Einnahme des Hormons können allerdings grippeähnliche Symptome auftreten, die nach Absetzung des Hormons auch schnell wieder verschwinden. Um dem entgegenzuwirken wird oftmals gleichzeitig Paracetamol verabreicht, was die Symptome stark lindert.

Viele weitere Informationen bekommt ihr auf der Hompage der Deutschen Knochenmarkspenderdatei.

Wie schaut das bei euch aus? Seid ihr typisiert oder habt sogar schon mal Stammzellen gespendet? Oder würdet ihr gerne, habt aber wegen eventueller Nebenwirkungen beim Spenden Angst davor? Ich hoffe, ich konnte euch das Ganze ein kleines Stück näher bringen und euch auch zum Spenden animieren :)

Kommentare:

  1. Ich finde das es wirklich eine ganz tolle Sache ist, vorallem das man mit so einer kleinen Spende wirklich helfen kann. Ich selber wollte mich vor 2 Jahr typisieren lassen als es an unserer Schule angeboten wurde, doch ich wurde ziemlich krank und musste jede menge Medikamente nehmen und durfte so nicht spenden.
    Ich werde dies aber nächster Zeit auf jedenfall noch nachholen das hab ich mir ganz fest vorgenommen....
    Liebste Grüße und ein schönes Wochenende :-)
    Jenny

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  2. Danke für Deinen Post.
    Mein Mann konnte auch schon einem kranken Menschen helfen dank der Stammzellenspende.
    Das Gefühl ist unbeschreiblich schön.
    LG Kirsten

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  3. Finde ich wirklich richtig super das du über so ein Thema schreibst und aufzeigst wie einfach es doch sein kann. Wir hatten oder haben hier in unserem Ort auch einen Mann der daran erkrankt ist viele haben so eine Aktion gestartet um einen Spender zu finden. Am Ende haben sie einen Spender gefunden und ihm geht es momentan besser da alles soweit gut geklappt hat. Für den Spender ist das heut zu tage ja auch nicht mehr so eine große Aktion, doch für den erkrankten bedeutet es alles :)

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